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Impressum

Bezirksimkerverein Eberbach e.V

Der Bezirksimkerverein Eberbach wurde im vorletzten Jahrhundert gegründet, ca. in der Zeit zwischen 1850 und 1880. Alle schriftlichen Unterlagen aus dieser Zeit sind um das Jahr 1980 leider einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. Zu erwähnen ist auf jeden Fall die Tradition der Imkerei in Eberbach. Hier wurde ebenfalls im vorletzten Jahrhundert, im Jahre 1891 die erste Imkerschule von Deutschland gegründet. Leider wurde in dieser Zeit die Leistungen der Gründers Herrn Roth nicht entsprechend geschätzt und von der Stadt unterstützt, sodass Herr Roth den Sitz der Schule wieder verlagerte. Heute gibt es für die Imker in Nordbaden die Imkerschule in Heidelberg.

Die Eberbacher Flora und das Klima

 Unser Bezirk umfasst die Imker der Stadt, der Ortsteile Badisch Schöllenbach, Friedrichsdorf, Gaimühle, Igelsbach, Pleudersbach, Rockenau.‚ Lindach, Allemühl, Mosbrunn. Sowie die Gemeinde Waldbrunn mit seinen Ortsteilen. Darüber hinaus hat der Verein noch weitere Mitglieder aus benachbarten hessischen Gemeinden wie Sensbachtal , Hesseneck, Beerfelden-Gammelasbach, sowie aus dem weiteren Umfeld der Gemeinde Mudau
 

Obwohl die demographische Kurve bei deutschen Imkervereinen im Allgemeinen ein hohes Durchschnittsalter verzeichnet, hat der Imkerverein Eberbach den letzten Jahren wieder verstärkt jungen Nachwuchs erhalten. Wir sind wieder 57 Mitglieder und ganz besonders freut uns, dass es wiedereinige Jugendliche und Frauen gibt die aktiv imkern. Der lange Zeit verweiste Ortsteil Rockenau hat ebenfalls wieder eigene Bienen und Imker/inen

Zeitlerei / Zeitlerwesen

Zwar sammelten bereits Steinzeitvölker – ebenso wie heutige Naturvölker – den Honig wilder Bienen – sie taten bzw. tun dies aber nicht gewerbsmäßig. Der Zeidler oder Zeitler, dessen Beruf sich bereits im Frühmittelalter nachweisen lässt, sammelt dagegen den Honig wilder, halbwilder oder domestizierter Bienen in den Wäldern. Er hält, anders als der Imker im heutigen Sinne, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenstöcken oder Bienenkörben.

Überaus günstig, wenn nicht sogar Voraussetzung für die Zeidlerei sind Nadelholzgebiete. Wichtige Standorte der Zeidlerei waren im Mittelalter Gebiete im Fichtelgebirge und im Nürnberger Reichswald. In Bayern etwa ist eine Waldbienenhaltung bereits für das Jahr 959 in der Gegend von Grabenstätt nachgewiesen. Aber auch auf dem Gebiet des heutigen Berlin hat es ausgedehnte Zeidlerei gegeben, insbesondere im damals noch sehr viel größeren Grunewald.

Die Zeidler bildeten Zünfte mit bestimmten Rechtsbräuchen und übten eine eigene niedere Gerichtsbarkeit aus. Bereits 1296 lässt sich für die Zeidler in Feucht die eigene Gerichtsbarkeit und ein eigener Zeidelmeister nachweisen [1].. Die eigene Gerichtsbarkeit wurde in der reichsunmittelbaren Privilegierung durch Kaiser Karl IV. in seinem "Zeidel Fryheit Brieff" aus dem Jahre 1350 niedergeschrieben.. ( Tragen einer Armbrust)

Der schleichende Niedergang der Zeidlerei verlief in Europa von West nach Ost. Der Niedergang wurde eingeleitet durch die Einfuhr von Rohrzucker, der aber noch im 17. Jahrhundert so teuer war, dass ihn sich nur reichere Leute leisten konnten. Erst der Anbau von Zuckerrübe im 19. Jahrhundert änderte die Situation grundlegend.

Quelle Wikipedia.org

 

Hölle

Honigjäger auf alter Höhlenmalerei bei Valencia (Spanien)

bernstein

Honigbiene eingeschlossen in Bernstein

Honigbienen sind auch heute noch Wildtiere, die einer Betreuung durch den Menschen eigentlich nicht bedürfen. Ursprünglich bevorzugten sie zum Errichten ihres Wabenbaus Hohlräume in Bäumen. Seit Jahrtausenden werden Bienen wegen ihrer Produkte wie Wachs und Honig vom Menschen genutzt. Älteste Nachweise der „Jagd“ nach Bienenprodukten bezeugen 12.000 Jahre alte Felsmalereien aus Spanien, dazu wurden die Behausungen der Bienen aufgespürt und ausgebeutet. Mit der Entstehung der großen Kulturen in Ägypten und Mesopotamien entwickelte sich um 2.400 v. Chr. eine organisierte Bienenhaltung. Die Nutzung eigens für Bienen hergestellter Behausungen in Form von Beuten und Stülpern vollzog sich regional sehr unterschiedlich. Zwar kennt man aus der griechischen und römischen Zeit Keramikgefäße, die als Bienenstöcke dienten, aber 2007 fand man die 3000 Jahre alte Imkerei von Tel Rehov in Israel. Aus dem Ägypten der Pharaonen gibt es Bildbeschreibungen der Honigentnahme, die den Funden ähneln. Schon in antiker Zeit wurde die medizinische Bedeutung der Bienenprodukte erkannt. Griechische und römische Autoren beschrieben die hochstehende Bienenhaltung ihrer Zeit. Zahlreiche bienengesetzliche Regelungen sind bereits aus dem frühen Mittelalter überliefert. Kontientaleuropäisch entwickelte sich die Imkerei in zwei Bereiche, in die Waldimkerei (Zeidlerei) und die Korbimkerei. Im 14. Jahrhundert gründeten sich in Deutschland die ersten Imkerznfte. Das Berufsimkertum ging im 16. Jahrhundert von der Lneburger Heide aus. Der Beginn der modernen Imkerei, sowie die völlige Aufgabe der Waldimkerei, kann mit der Wende zum 19. Jahrhundert ausgemacht werden. Seit dieser Wende wurden die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Entdeckungen und Erkenntnisse in der Imkerei umgesetzt.